Warum funktionieren Schuldenbremsen?

 
   

Empirische Ergebnisse für die Schweiz

 
    CH debt brakes  
   
© Christian Müller 2018
 
       
       
         
«home   Die Schweizer Kantone und der Bundesstaat haben in den vergangenen beiden Dekaden ihre Haushaltsdefizite deutlich reduziert und zum Teil Schulden abgebaut. Häufig wird dafür die Einführung von Schuldenbremsen mit verantwortlich gemacht.  
    Diese Regeln variieren allerdings stark, weshalb unklar ist, welche Regeldetails für die Wirkung der Schuldenbremse tatsächlich bedeutsam sind. Zur Untersuchung dieser Frage werden in der Literatur üblicherweise die Schuldenbremsen nach ihrer «Strenge» quantifiziert und mit Regressionen gezeigt, dass «strengere» Regeln und stärkere Haushaltsdisziplin korrespondieren.  
    Mélissa Pointet, Marianne Iskander und Christian Müller, zeigen, dass diese Standardmethode nicht angewendet werden kann und zu unsinnigen Interpretationen der Ergebnisse führt.  
    Auf Basis zweier alternativer Methoden argumentieren wir, dass der Gestaltungsspielraum bei den Schuldenbremsen sehr gross ist und dass die üblichen Verdächtigen gemäss Standardansatz keineswegs die wirksamsten Regeln anwenden.  
    Die Ergebnisse zeigen folglich, dass Legislative und Exekutive nicht einfach durch die richtige Wahl der Schuldenbremseregeln zu Haushaltsdisziplin verpflichtet werden können. Das exakte Design der Schuldenbremse ist weniger wichtig als der Kontext ihrer Anwendung. Welche Mechanismen tatsächlich wirken, muss in Zukunft genauer untersucht werden.  
    Der vollständige Text zum Weiterlesen.  
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    © Christian Müller 2018  
    Jacobs University Bremen  
    www.s-e-i.ch